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Die Studenten des Fachbereichs Design an der Fachhochschule Düsseldorf hatten eine ebenso spannende wie anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen: im Rahmen eines Wettbewerbes sollten sie das Thema »Männlich Weiblich« fotografisch visualisieren. Jede(r) Student(in) wurde dabei das jeweils andere Geschlecht »zugewiesen«: Die männlichen Studenten fotografierten »weiblich«, die weiblichen Studentinnen »männlich«. Die einzige technische Bedingung: Alle Aufnahmen des Wettbewerbs mussten digital fotografiert werden. Canon unterstützte das Projekt, das auch als Semesterarbeit bewertet wurde. Zum Einsatz kamen insgesamt zehn Digitalkameras des Typs PowerShot G1 und Pro 90 Is. Guido Krebs, Marketingmanager bei Canon: »Die Studenten sollten keinen technischen Beschränkungen unterworfen sein. Deswegen haben wir uns für die PowerShot-Modelle entschieden, die sich am Konzept unserer EOS-Spiegelreflexkameras anlehnen.« Auch beim Output der Bilder griff Canon den Studenten mit dem Canon-Fotodrucker S800 unter die Arme. So unterschiedlich wie die Ideen für die Umsetzung des Themas waren die Anforderungen, die an die Digitalkameras gestellt wurden: Einige setzten G1 und Pro 90 Is als Reportagekamera »on location« ein, andere nutzten sie im Studio mit Blitzanlage. Manche Arbeiten wurden digital manipuliert, andere blieben bei den fotografischen Ausgangsbildern.
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Ernsthaft, ironisch, subjektiv, distanziert Gewöhnliches in Frage stellen, Ungewöhnliches oder Banales in Szene setzen, und das möglichst prägnant - darauf kam es Gerhard Vormwald, Professor am Fachbereich und Initiator des Projekts, an. Der Fotograf und Künstler hat den Lehrstuhl für Fotografie am Fachbereich seit zwei Jahren inne. Beim Thema »Männlich, Weiblich« sollten möglichst viele Facetten des Themas sichtbar werden. Wobei männlich nicht unbedingt »typisch männlich«, weiblich nicht »typisch weiblich« heißen musste. Das breite Spektrum der Ergebnisse zeigt, wie unterschiedlich die Teilnehmer mit dem Thema umgingen: ernsthaft, ironisch, subjektiv oder distanziert. Einige griffen Klischees auf und kommentierten sie mit ihren Fotoserien: So installierten zwei Studentinnen ein U r i n a l a n m a r k a n t e n O r t e n : solche, die Männer aufsuchen, wenn gerade keine Toilette in der Nähe ist... Freiwillig komische Bilder spielten mit den Geschlechterrollen: Eine knallbunte Serie zeigt typisch männliche Arbeiten, die in typisch weiblichem Outfit erledigt werden:
P u m p s b e i d e r G a r t e n a r b e i t, knallrot lackierte Fingernägel zum Einschlagen eines Nagels in die Wand. Einige Studentinnen zeigten die weibliche Seite im Mann. Mal als g r e l l b u n t e » T r a n s - a c t i o n «, als smarter P i n - u p B o y i m S t a r s c h n i t t - F o r m a t oder ganz formal das Weibliche als Projektion auf einem männlichen Körper ausgearbeitet in Schwarzweiß.
Originalität und Qualität der fotografischen Umsetzung Professor Gerhard Vormwald war von der Vielfalt der Ansätze begeistert. Einer Jury aus Künstlern, Grafikern, Fotografen und Journalisten übertrug er die Aufgabe, aus
insgesamt 29 teilnehmenden Arbeiten die drei besten auszuwählen. Für die gab es Preise. Originalität, Konzept und vor allem auch die Qualität der fotografischen Umsetzung gaben bei der Jurierung den Ausschlag.
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Auf Platz eins landet ein Tableau: Neun Bilder illustrieren männliche Symbole, ganz banal aus dem häuslichen Umfeld, mit dem fotografischen Seziermesser herausgeschält, visuell ansprechend in Szene gesetzt.
Platz zwei: Zwei Studenten verkleiden sich als Frauen und ziehen los, durch die Stadt. Ihre Erlebnisse dokumentieren sie mit der PowerShot G1, begeben sich auf eine Gratwanderung zwischen Inszenierung und Zufall. Nachträglich
entstehen in der Bildbearbeitung die farbigen Doppelbilder.
Platz drei: Die Dreamboys. Eine ironische Serie »alberner« Jungmännerfotos, die in Starkultmanier für die Schrankwand im Mädchenzimmer abgelichtet wurden. Grell inszeniert: fotografiert vor bunten Tapeten mit symbolischen Accessoires.
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anna stiller/natalia stürz |

jin-hee choi |
laura klausutis |

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»Was empfinde ich als männlich, was ist heute noch eindeutig männlich? Ich habe Bilder zusammengestellt, in denen ich symbolisch oder auch ganz platt dieser Frage nachgehe. Auf der Suche nach der Männlichkeit sozusagen...
Am männlichsten am Mann ist wohl ganz einfach der Penis, der ihn von der Frau unterscheidet. Gibt es einen männlichen Blick? Männer trinken Bier, und es gibt sie auch als Pin-up. Eine Baby-Pippi-Puppe, eindeutig männlich, für kleine Mädchen schon mal zum Üben.
Pflanzensymbolik: ein Stecher in Position und eine Blume mit einem Phallus, auf den jemand ein kleines Brötchen gesteckt hat. Hat eine ausgedrückte Zigarette in einer Muschel etwas männliches? Letztendlich war Jesus ein Mann... doch wer ist der Mann in der heiligen Familie?«
1.Platz
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jan kötting/valentin von vacano |
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»Ist Mann oder Frau sein eine Sache von Äußerlichkeiten? Ist ein Mann dazu verdammt, sich wie ein Mann zu verhalten? Urteilt die Gesellschaft hier nach einem äußeren Erscheinungsbild? Was geschieht, wenn Männer den Verhaltenskodex brechen?
In unserem Fotoprojekt wollten wir am eigenen Leib erfahren, was es heißt, in die äußere Hülle einer Frau zu schlüpfen. Wir haben erfahren, wie verschieden und verändert Männer auf solche »Frauen« reagieren. Wir wollen dem Bildbetrachter unsere Freude an der Verwandlung mitteilen und in die Lage der Männer versetzen, die ihren Blick nicht abwenden können angewidert und gleichzeitig fasziniert, staunend auf das starren, was mit dem »typisch männlichen« bricht und vielleicht etwas anderes ist.«
2.Platz
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| anika jöck |
sandra silajdzija
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kirsten beyer/miriam knupper |


meike hoffmann/nora hartmann-küster
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kasparek |
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daniela donadei |
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judith barczi |
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»Ich wollte »Jungs« fotografieren, so wie Frauen sie gerne sehen, so wie sie sich selber gerne sehen, und was meiner Meinung nach »typisch männlich« ist. Männer spielen gerne mit Autos, sie sind gerne Helden, sie lieben den Wettkampf, sie sind gerne groß und stark, Männer von Welt und sie lieben Frauen. Deshalb habe ich also ein paar gut aussehende Burschen ins Fotostudio bestellt und sie von ihrer besten »optischen« Seite abgelichtet. Natürlich mit oberfreien Körpern, damit man ihre gut trainierten Muskeln sieht, die ihre Männlichkeit betonen. Die Gegenstände symbolisieren verschiedene Männerklischees: Hanteln stehen für Stärke, Ball für Sportlichkeit und Spieltrieb. Indianerhaube für ihre Ideale und Träume, Helden zu sein, Skateboard für Freiheit und kindliche Neugier und Spaß, Pistole für Macht und Kontrolle. Ich habe meine Bilder humorvoll, überspitzt fotografiert. Denn Klischees sind nur Klischees mit einem Fünkchen Wahrheit.«
3.Platz
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aline stücher |