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Joerg Letz setzt für gewöhnlich auf die Suggestivkraft der Farben, in Werbeaufnahmen ebenso wie in seinen journalistischen Arbeiten. Für seinen aktuellen Bilderzyklus terra hat er sich auf schwarzweißes Terrain gewagt und gewonnen. »Seit dem Siegeszug der Digitalfotografie wird fast nur noch in Farbe fotografiert«, so der Fotodesigner. »Ich wollte diesem Trend etwas entgegensetzen und darüber hinaus klassischen Gestaltungsregeln wie dem goldenen Schnitt wieder zu ihrem Recht verhelfen.« Das ist ihm gelungen. Und nicht nur das: Durch gezielt fotografierte Bildausschnitte und die Beschränkung auf das schwarzweiße Medium konzentriert sich Letz auf das Wesentliche: das Wesen der Dinge und lässt Form und Inhalt damit gleichberechtigt nebeneinander erklingen. terra funktioniert dadurch auf mindestens zwei Ebenen: als abstrakte Struktur, die das Herz des ästhetisch affinen Betrachters berührt. Und als situationsanalytisches Foto-Essay, das Intuition und Verstand derjenigen anspricht, die der Welt auf den Grund gehen möchten.
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