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RAW5 Schritte zum Bildergipfel

Immer mehr Fotografen nutzen die flexiblen und qualitativen Vorteile des RAW-Formats. Unser Leitfaden für den optimierten Workflow mit der Canon Digital Photo Professional (DPP) Software führt in 5 Schritten zum Ziel.

Canon Digital Photo Professional (DPP) ist ein hochwertiger RAW-Konverter, der mit jeder digitalen EOS-Spiegelreflexkamera kostenlos geliefert wird. Die neue Version 3.2 unterstützt alle aktuellen und sämtliche älteren EOS-Digitalmodelle. So kommen z. B. auch Dateien der Canon EOS D30 noch in den Genuss der Vorteile, welche die RAW-Fotografie zu bieten hat: z.B. können die Parameter für Schärfung, Kontrast, Sättigung und Weißabgleich auch später bei der Konvertierung den eigenen Wünschen angepasst werden. Diese werden nicht wie bei einem JPEG-Bild fest in die Aufnahme eingerechnet, sondern als »Anweisung« lediglich eingebettet.

Grundeinstellungen in DPP
Mit den richtigen Grundeinstellungen wird die Basis für eine optimale RAW-Konvertierung gesetzt. Diese können (Screenshot A) einmal vorgenommen und anschließend automatisch in den Programmeinstellungen abgespeichert werden. Wichtig sind die Einstellungen, die mit einem roten Kästchen umrahmt sind: Vor allem beim Farbmanagement werden häufig Fehler gemacht, was am Ende zu unbefriedigenden Ergebnissen führen kann. Für den Arbeitsfarbraum wird »Adobe RGB 1998« verwendet, der auch für eine Nachbearbeitung z. B. in Adobe Photoshop gewählt wird.

Praktischer Bildbrowser
Canon DPP verfügt über einen einfachen, aber praktischen Bildbrowser, der eine rasche Sortierung und Bewertung von Bildern ermöglicht. In der linken Spalte befindet sich die hierarchische Dateimenüstruktur mit den Unterverzeichnissen. Durch das Setzen von »Häkchen« können Bilder in drei Wertungskategorien eingestuft werden (Screenshot B) und auch entsprechend unabhängig visualisiert werden. Die Sortierfunktion ist auch nützlich für die Erstellung von sogenannten »Kontaktabzügen«. Diese Miniaturdarstellungen können zudem in drei Größen variiert werden und je nach Einstellung mit zusätzlichen Bildinformationen kombiniert werden.


»Rohdiamant« RAW-Format:
Etwas flau und kontrastarm präsentieren sich bisweilen RAW-Bilder, wenn keine entsprechend angepassten Bildparameter angewendet wurden. Mit der Canon DPPSoftware lässt sich das volle Potenzial der Bilder erschließen.
KAMERA
Canon EOS-1D Mark II
OBJEKTIV
EF 70-200mm 1:4L IS USM
BELICHTUNG
ISO 200, Blende 8 und 1/160 s
RAW-KONVERTER
Canon DPP 3.2


»Screenshot A« (oben) Die Grundeinstellungen in DPP: Diese müssen nur einmal vorgenommen werden und bleiben anschließend automatisch in den Programmeinstellungen gespeichert.

»Screenshot B« (unten) Einfach und praktisch – der Bildbrowser von DPP mit unterschiedlichen Anzeigemodi.


RAW-Konvertierung in 5 Schritten In 5 einfachen Schritten kann in Canon DPP eine angepasste RAW-Konvertierung in eine druckfähige 16-Bit- TIFF-Datei vorgenommen werden. Wir verwenden hier bewusst den Begriff »druckfähig«, da der Workflow für die Nachbearbeitung in einer Bildbearbeitungssoftware eine etwas andere Vorgehensweise benötigt.
Picture Styles Zum Vergrößern bitte auf die Screenshots klicken!

Canon stellt für die Interpretation und Steuerung von Farben und Tonwerten sogenannte »Picture Styles« zur Verfügung. Diese verfügen über unterschiedliche Bildparameter, die auch vom Anwender selbst modifiziert und als neue Settings abgespeichert werden können. Für eine nachträgliche Bildbearbeitung empfiehlt sich der Picture Style »Natürlich«, bei dem keine Veränderungen in Kontrast, Schärfe und Sättigung vorgenommen werden.

Diese unterschiedlichen Einstellungen stellen eine erste Interpretation des RAW-Files dar und können in den Einstellungen von DPP modifiziert und angepasst werden. Sechs Basiseinstellungen (Screenshot C) stehen zur Verfügung: »Standard«, »Porträt«, »Landschaft«, »Neutral«, »Natürlich« und »Monochrom«. Diese können mit dem »Picture Style Editor« (Screenshot D) einfach modifiziert und den eigenen Wünschen entsprechend abgespeichert werden. Für unsere Landschaftsaufnahme gehen wir von der Einstellung »Landschaft« aus, die gerade in den Grün-/Gelbtönen eine Anhebung des Kontrasts und der Farbigkeit erfährt.


»Screenshot C« Der Anwender kann aus sechs vordefinierten Bildstilen wählen oder eigene verwenden.


»Screenshot D« Die Bildstile können im »Picture Style Editor« modifiziert und als eigene »Styles« abgespeichert werden.

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