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Hochzeitsfotografie - Trau dich!
Teil 2
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HochzeitsfotografieTrau dich!
Komplexe Lichtverhältnisse, emotional aufgeladene Momente, perspektivische Herausforderungen von der Totalen bis zum Blütendetail: Eine Hochzeit gehört auch fotografisch zu den großen Herausforderungen. colorshots sagt Ihnen, was Sie beachten sollten, damit das Brautpaar Sie nach dem Abliefern der Bilder genauso lieb hat wie vorher – mit etwas Engagement sogar noch viel lieber.



ie sind älter als 20 und verstehen von Fotografie zumindest etwas mehr als der Otto-Normal-Knipser? Dann kennen Sie die folgende Situation: Ein befreundetes Paar tritt an Sie heran, verkündet, man werde bald heiraten, wolle aus finanziellen oder ästhetischen Gründen aber keinen professionellen Hochzeitsfotografen engagieren. Sie seien doch so behände mit der Kamera, ob Sie denn nicht während und nach der Trauung ein wenig fotografieren ... Ratschlag: Lassen Sie sich auf alles ein, aber nicht auf dieses »ein bisschen«. Für die meisten Paare ist die Hochzeit einer der wichtigsten Momente ihres Lebens – die Bilder, die an diesem Tag entstehen (oder eben nicht entstehen), sind es auch. Um es mit einem themennahen Kalauer zu sagen: »Ein bisschen Hochzeitsfotograf« können Sie genauso wenig sein wie »ein bisschen schwanger«. Die Verantwortung wiegt schwer, sicher. Doch erstens gehören Hochzeiten zu den lohnendsten Genres der Peoplefotografie. Zweitens hilft die intelligente Kamerabelichtungs- und Blitztechnik von Canon, diffizile Situationen auch ohne Meisterbrief zu meistern. Und drittens gibt’s ja jetzt diesen Beitrag..

DER ENTSCHEIDENDE MOMENT
In der Kirche herrschen meist schwierige Lichtverhältnisse.



Lichttechnisch anspruchsvoll: Kirche und Standesamt
Kirche und Standesamt sind die Orte mit dem höchsten emotionalen Stellenwert für das Brautpaar – und der lichttechnisch größten Herausforderung für den Fotografen. Denn dass man in den meisten Kirchen heutzutage blitzen darf, heißt noch lange nicht, dass man dies auch exzessiv tun sollte: Einerseits stört das Geflacker die Zeremonie, andererseits zerschießt der Blitz schnell die feierliche Lichtatmosphäre auf den Bildern. Empfehlung: Nutzen Sie lichtstarke Objektive oder solche mit optischem Bildstabilisator. Ein Stativ kann die verwacklungsfreie Verschlusszeit weiter erhöhen, steht aber einem schnellen Perspektivwechsel im Wege. Alternativen: Hand abstützen (Pfeiler) oder die Kamera auf »Immobilien« auflegen (Kirchenbank) und dem Verreißen evtl. per Selbstauslöser vorbeugen. Natürlich gibt es Situationen, in denen das Blitzen Vorteile hat, etwa wenn unerwünschte Bewegungsunschärfen drohen. Wie Sie in diesen Fällen ein Totblitzen der Atmosphäre vermeiden, steht in unseren Tipps. Wenn Bewegung im Spiel ist, sind kurze Verschlusszeiten ein probates Mittel. Diese erzielen Sie zum einen durch die Verwendung lichtstarker Objektive bei Offenblende. Mit Empfindlichkeiten von ISO 400 sind Sie zusätzlich für die Available-Light-Fotografie gewappnet. Die Canon Digitalkameras mit aktueller DIGIC III Technologie unterstützen Sie mit einer hervorragenden Rauschunterdrückung.


ERLEICHTERUNG Als Hochzeitsfotograf sollte man das Drehbuch vorher mit dem Paar besprechen.

Brautpaar- und Gruppenporträts: Von der Pflicht ...
Abgesehen von der Trauung und dem anschließenden Auszug des Brautpaars mit Spalier, Rosenblütenstreuen und Reiswerfen gehören die Paar- und Gruppenporträts zu den »Musts« der Hochzeitsfotografie. Der beste Zeitpunkt dürfte im Anschluss an die Gratulationen oder den Sektempfang sein – dann sind die meisten Gäste noch anwesend und weder zu träge noch zu weinselig. Für Gruppenaufnahmen empfiehlt sich die Serienbildfunktion: Bei zehn Bildern hat auf fünfen erfahrungsgemäß immer einer die Augen zu. Ansonsten gilt, was für die Peoplefotografie immer gilt: Suchen Sie neutrale, nicht zu stark reflektierende Hintergründe und Orte, an denen die Porträtierten nicht in die Sonne blinzeln müssen. Sorgen Sie mit ein paar witzigen Worten oder mit Accessoires (Bilderrahmen, Brautstrauß ...) für eine konzentrierte, aber lockere Atmosphäre. Für Porträts bieten sich das Porträtprogramm oder die Zeitautomatik und eine große Blende an: Durch die geringe Schärfentiefe heben sich die Gesichter vorteilhaft vom unscharfen Bildhintergrund ab. Eine leichte bis mittlere Telebrennweite unterstreicht diesen Freistellungseffekt.

TIPP»Das Drehbuch«:
Gute Planung ist die halbe Hochzeit

Die meisten Hochzeiten unterliegen einer mehr oder weniger strengen Dramaturgie. Als Fotograf sollten Sie das entsprechende Drehbuch im Kopf haben. Who is who? Und: Wer macht was, wann, wie und wo? Nur wer die Antworten auf diese W-Fragen kennt, steht im entscheidenden Augenblick mit dem richtigen Equipment und den auf die Situation abgestimmten Kameraeinstellungen am richtigen Ort. Wichtig: Keine falsche Bescheidenheit. Zwar gilt, das Brautpaar steht im Zentrum des Geschehens. Doch das hat hoffentlich anderes im Kopf als den tageszeitlichen Helligkeitsverlauf. Wenn das Licht im Outdoor-Bereich zu schwinden droht, ist es Ihr Job, Braut, Bräutigam und die Gäste mit Fingerspitzengefühl, aber Nachdruck zu den Familien-, Gruppen- und Paarbildern zu bewegen. Geben Sie bei den inszenierten Aufnahmen klare Regieanweisungen. Vermeintlich oder tatsächlich unfotogene Personen werden es Ihnen ebenso danken wie das Brautpaar, das sich anschließend darüber freut, dass alle in die Kamera geguckt und keine Beerdigungsmiene aufgesetzt haben.

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