

| Gabriela Staebler ist eine international renommierte Wildlife-Fotografin. In colorshots erzählt sie von ihrem »Arbeitsplatz« in der ostafrikanischen Serengeti. |
BEING IN THE BUSH WAS TO BE WITH ANIMALS, ONE OF THEM Doris Lessing »African Laughter« |
| »Gegen 5.00 Uhr morgens brüllt ein Löwe ganz nah bei meinem Zelt. So laut, dass ich wach werde. Ich blicke durch die Gaze-Fenster in die Dunkelheit, sehe nur die Silhouetten der Akazienwipfel vor einem funkelnden Sternenhimmel. Irgendwo heulen Hyänen. Dann ist es vollkommen still. Es ist ein prickelndes Gefühl, in einem Zelt mitten in der Wildnis zu schlafen. Gut, dass die Toilette ans Zelt angeschlossen ist und ich nicht nach draußen muss, denke ich, als das Löwengebrüll wieder einsetzt.« |
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| Her mit dem »wilden Leben« Momente wie dieser, den die meisten Menschen lieber vom heimischen Sofa aus am Bildschirm verfolgen: Für die Wildlife-Fotografin aus dem Allgäu sind sie das Höchste der Gefühle. Und Antriebsfeder genug, auch nach 17 Jahren Fotokarriere so oft es geht die Koffer zu packen und auf Fotosafari zu gehen. Die Beute dieser Reisen in die Reservate Kenias, Tansanias, Botswanas und Südafrikas sind außergewöhnliche Bilder, leise und atemberaubend, kontemplativ und aufklärerisch. Bilder, die berühren, die Schönheit und Verletzlichkeit der Tiere und ihres Lebensraumes deutlich machen. Wenn man so will: Fotografie als Mittel des Naturschutzes. Ihr persönlicher Gewinn dabei, so Gabriela Staebler, ist die Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz in die Wildnis zu verlegen und sich, wie sie es formuliert, »in einer völlig unmanipulierten Welt zu bewegen und als Teil des Ganzen zu fühlen«. |
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Nichts lässt sich erzwingen alles erwarten Wer meint, da esoterische Anflüge herauszuhören, liegt falsch: Gabriela Staebler, ist eine international anerkannte Wildlife-Fotografin und europaweit wahrscheinlich die einzige Frau, die von dieser Arbeit leben kann. Sie weiß um die Strapazen und Schattenseiten ihres Jobs: Staub, hygienisch zweifelhafte Verhältnisse, die Gefahr von Überfällen und Tropenkrankheiten, unablässig stechende Tsetsefliegen, gegen die kein Mückenmittel gewachsen ist, extreme Temperaturschwankungen und die Notwendigkeit, als erklärte Langschläferin sehr früh aufzustehen, stehen auf der Negativliste ganz oben. Nicht zu unterschätzen ist aber auch der psychische Stress: Die Erkenntnis, wieder mal am »falschen« Ort oder zu spät zu sein, eine unwiederbringliche Gelegenheit verpasst oder einen technischen Fehler gemacht zu haben. »Man braucht jede Menge Geduld und eine gehörige Portion Frustfestigkeit«, sagt Staebler. Und meint damit die tagelang andauernden, das Fotografieren unmöglich machenden tropischen Regengüsse, die eiskalten Finger, mit denen der Auslöser frühmorgens betätigt werden muss, das Wegblicken der Raubkatze im Moment des Auslösens oder die Wolke, die sich im Augenblick eines »Top-Shots« vor die Sonne schiebt. »Tierfotografie besteht zu 90 Prozent aus Beobachten und Warten nichts lässt sich erzwingen, aber alles erwarten«, bringt es die überzeugte Canon-Fotografin auf den Punkt. |
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Den Augenblick vorausahnen Für Gabriela Staebler überwiegen die positiven Erlebnisse bei weitem: »Es ist unglaublich schön dort draußen. Auch nach all den Jahren entdecke ich fast täglich etwas Neues die Natur überrascht mich immer wieder.« Ohne zoologische Kenntnisse geht gar nichts in der Wildtierfotografie. Einerseits sind sie wichtig, um abschätzen zu können, wann man sich in Gefahr begibt im Kollegenkreis Staeblers gab es schon tödliche Unfälle. Andererseits hilft das Wissen, um die Tiere zu »verstehen«. Das hilft bei der Fotografie, erläutert Gabriela Staebler an einem Beispiel: »Wenn ich nicht weiß, dass der geduckte Gepardenrücken einen Angriff ankündigt und nicht zumindest ahne, welche Gazelle er angreifen wird, habe ich kaum eine Chance auf ein gelungenes Bild. Denn in diesem Augenblick muss ich mich schon in der richtigen Position befinden, um die Jagd mit dem Objektiv verfolgen zu können«, erklärt Staebler. Glück spiele kaum eine Rolle gute Shots seien fast immer das Ergebnis einer guten Vorbereitung. »Aber«, so die leidenschaftliche Wildlife-Fotografin, »der Erfolg meiner Bilder ist sicherlich nicht zuletzt meiner emotionalen Beziehung zur Wildnis und ihren Bewohnern zuzuschreiben.« |
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Wildlife-Workshop 2005: Mit Gabriela Staebler, COLOR FOTO und Canon auf Fotosafari Wenn Sie die Begeisterung von Gabriela Staebler für Fotografie, die Natur und die Tiere Afrikas teilen, kommen Sie ganz einfach mit: Vom 15. Februar bis 2. März 2005 veranstaltet die Buchautorin und mehrfach ausgezeichnete Wildlife-Fotografin in Zusammenarbeit mit CANON und der Zeitschrift COLOR FOTO eine Fotoworkshop-Reise nach Tansania zu den besten Orten für Wildlife-Fotografie in Ostafrika. Während der Reise stehen digitale und analoge CANON EOS-Spiegelreflexkameras, lichtstarke Telebrennweiten mit Bildstabilisator (u.a. EF 400 mm 1:4 DO IS USM, EF 500mm 1:4 L IS USM), Konverter 1,4x/2x und exotische Brennweiten (EF 28300 mm 1: 3,55,6 L IS USM, EF 14 mm 1:2,8 L USM) und TS-E-Objektive zum Testen zur Verfügung. Die Reise wird in einer überschaubaren Gruppe (maximale Teilnehmerzahl: 12 Teilnehmer) unter Leitung von Gabriela Staebler und in Begleitung eines CANON-Produktexperten und eines Vertreters von COLOR FOTO durchgeführt. Ein Fensterplatz im Geländefahrzeug und genügend Stauraum für die Ausrüstung wird jedem Teilnehmer garantiert. Die Unterkunft erfolgt in Lodges und Zeltcamps von guter bis sehr guter Qualität, die Verpflegung auf Basis einer Vollpension. |
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