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Shoot positive! Conny Wenk hat Betriebswirtschaft studiert, sie war Personalleiterin in einer großen Firma, vor sechs Jahren kam ihre Tochter Juliana zur Welt. Trisomie 21, lautete die Diagnose, Down-Syndrom für Conny Wenk brach eine Welt zusammen. Auch weil sie die üblichen Bilder von geistig behinderten Kindern im Kopf hatte: Topfhaarschnitt, schlammfarbene Kleidungsstücke, Pudelmützen. Das Schlimmste sei die Unwissenheit gewesen, sagt sie rückblickend: »Ich habe mich auf die Suche nach neuen, positiven Bildern gemacht, die meine alten Klischeebilder ersetzen sollten. »Eine Studienfreundin war begeistert von den Fotos, die ich im Urlaub von meiner Tochter, meinem Mann und mir gemacht hatte. Das war der Startschuss.« Wenk, die immer schon gern fotografiert hatte, begann ihr Hobby zu professionalisieren, kaufte sich erst eine Canon EOS 20D, dann die EOS 5D mit Vollformatsensor. Sie hat klein angefangen, bei Kaffeekränzchen und Spielnachmittagen, und eines Tages schoss sie ihre erste Bilderserie über Kinder mit Down-Syndrom und ihre Mütter, aus dem schließlich ein Buch entstand. »Du hast das Auge, hat mir ein Freund und fotografischer Mentor gesagt«, erzählt sie. »Jetzt musst du was an deiner Technik tun.« Wenk ging in die Vollen, beschäftigte sich mit fotografischen Trends, Bildbearbeitung, Kameratechnik. »Mit der 5D war das Arbeiten von Anfang an leicht, das Handling ist super, die Kamera lässt sich nach kurzer Eingewöhnung wie im Schlaf beherrschen.«
Ausschließlich Available Light »Die Inspiration kommt eigentlich immer von den Kindern selbst«, sagt die Mutter zweier Kinder, die ihr fotografisches Hobby erst vor zwei Jahren zum Beruf gemacht hat. Die 41-Jährige fotografiert ausschließlich mit verfügbarem Licht. Ihr Canon Speedlite 580EX II Blitzgerät hat sie nur für extreme Lichtverhältnisse bei Hochzeits-Shootings angeschafft, aber noch nie genutzt. Der konsequente Verzicht auf den Blitz sei ohne das sehr gute Rauschverhalten der EOS 5D nicht denkbar. »Eine Serie drinnen ist sogar bei einer Empfindlichkeit von ISO 3200 entstanden, weil es draußen zu kalt und das Kind erkältet war«, sagt Wenk. »Ich mag einfach keine Blitzaufnahmen, ohne Blitz sind die Bilder dreidimensionaler im Zweifel verschiebe ich ein Kinder-Shooting lieber.« Dennoch, ohne das Auge sei die beste Technik nichts, sagt Wenk. Nur um dann im nächsten Satz zu gestehen, dass sie natürlich mit der neuen EOS 5D Mark II liebäugelt, schon wegen der hohen Auflösung, die ihr bei ihren großformatigen Aufträgen wie beispielsweise Citylights-Plakaten oder Großformatbannern eine noch bessere Qualität bieten würden. Und dass sie selbstverständlich in den Fotoladen läuft wie ein Kind in einen Spielzeugladen und sich umschaut nach neuen Objektiven und Zubehör.
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