Claes Axstål |
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Mit dem Canon EOS-System und einer Spezialblitzausrüstung der Superlative »schießt« Claes Axstål buchstäblich überirdische Bilder: perfekt ausgeleuchtete Luftfahrzeuge und Yachten selbst im Gegenlicht. Wie ein überdimensionaler Raubvogel liegt der Zwei-Mann-Jet in der Luft, der Rumpf schwarz wie die Nacht, die er durchfliegt, das Anströmprofil der Trag- und Leitflächen blitzt weiß, die Winglets und die Höhen- und Seitenruder hellrot wie schmelzendes Glas. Pilot und Copilot sind im Cockpit klar auszumachen. Bewegungsunscharfe Regentropfen, die das Düsenflugzeug vom Typ Albatros L-39 wie ein Geschwader |
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gläserner Pfeile begleiten, kontrastieren die unwirklich scharfe und kontrastreiche Anmutung und verleihen dem Bild eine im wahrsten Sinne des Wortes »unglaubliche« Dynamik, während die letzten Sonnenstrahlen des sterbenden Tages wie Lava zwischen den Wolken hervorbrechen: Ein Bild von einem Flieger, für das Quartett spielende Jungs ohne mit der Wimper zu zucken ihre komplette Starfighter-Sammlung aus der Hand geben würden. Ein Bild aber auch, bei dem einem das fotografisch geschulte Auge sagt: Das ist nicht wahr! Da waren Photoshop-Artisten am Werk, so etwas kann man nicht ablichten! Man kann doch, Claes Axstål zumindest kann es. Der schwedische Luftfahrt-Fotograf fotografiert mit dem mutmaßlich »fettesten« Blitzgerät zwischen Himmel und Erde: mit zigtausend Wattsekunden Power und Reichweiten von bis 200 Metern. Und das als weltweit einzige Anlage ihrer Art, die für den Betrieb in Flugzeugen zugelassen ist. Airborne Flash Photography, kurz AFP, nennt Axstål das 250kg schwere, aus mehreren Generator-Einheiten und zwei medizinballgroßen Blitzköpfen bestehende Monsterblitz-System. Er hat diese Ausrüstung gemeinsam mit dem schwedischen Hersteller Profoto entwickelt und aufwendig abgeschirmt, bis sichergestellt war, dass der starke elektromagnetische Impuls, der bei der Entladung von mehreren zigtausend Wattsekunden normalerweise nach außen dringt, der empfindlichen Elektronik eines Jets nichts mehr anhaben kann. Aber, nun ja: Außergewöhnliche fotografische Herausforderungen erfordern eben außergewöhnliche fotografische Maßnahmen ... Flugtauglicher Blitz: voll abgeschirmt Die Airborne Flash Photography kam auch bei der eingangs beschriebenen Aufnahme des Albatros zum Einsatz, die Axstål im März dieses Jahres für den Luftfahrzeug-Vercharterer »Million Air« in Houston, Texas, schoss in Kombination mit einer Canon EOS-1Ds Mark II. »Weil kein Flugzeug verfügbar war, haben wir einen Huey-Helikopter gemietet, wir befanden uns auf einer Flughöhe von gut 1.000 Metern, wie immer bei offener Tür, es regnete wie aus Eimern, und es war kalt«, erinnert sich Axstål. »Außerdem vibrierte alles wie verrückt, weil der Helikopter mit maximaler Geschwindigkeit fliegen musste, um einigermaßen mit dem Jet mitzuhalten.« Für das aufsehenerregende Albatros-Porträt setzte Axstål das bildstabilisierte Canon EF 70200mm 1:2,8L IS USM US Zoomobjektiv ein, Entfernung zum Zielobjekt: nicht weniger als 50 Meter. Axståls Hochleistungssystem definiert den Begriff »Aufhellblitz« völlig neu. So reicht die Lichtstärke der mobilen Blitzanlage problemlos, um ein im Gegenlicht befindliches großes Objekt auf 60 Meter Distanz aufzuhellen und das bei Blende 8, ISO 100 und einer Belichtungszeit von 1/500 sec. Dreht »CAX«, wie sich Claes Axstål kurz nennt, die Empfindlichkeit nach oben, liegt die maximale Reichweite der mit Akkus bebtriebenen Zwillings-Blitze sogar bei bis zu 200 Metern. |
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