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FreefilmingKreativität in Bewegung

Kamera einstecken, rausgehen, drehen. Freefilming ist filmen auf die andere Art. Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen, in Bewegung sein, aus verrückten Ideen intensive Bilder machen.

Wer Freefilming ausprobieren möchte, braucht mindestens ein Arbeitsgerät: die Kamera. Kinomäßig breite 16:9 HD-Bilder sind beim Freefilming das Maß der Dinge. »High Definition« holt mehr Details aus einer Szene und ist deshalb bestens für dynamische Freefilming-Takes geeignet.

Ein bisschen Vorbereitung ist der halbe Dreh
Auch beim Freefilming ist es hilfreich zu wissen, welcher »Filmstoff« gewebt werden soll. Das muss nicht gleich ein Drehbuch für Hollywood werden. Und für spontane Ideen, die beim Drehen kommen, ist immer Platz. Merke: Langeweile ist der Feind des Bildschirms – und strapaziert den Zuschauer. Weniger ist manchmal mehr. Die ersten Projekte sollten nicht länger als 5-10 Minuten sein – eher kürzer. Damit am Ende ein knisternder Clip steht – und kein fades Filmchen.

»Screenshot A« (oben) Die Grundeinstellungen in DPP: Diese müssen nur einmal vorgenommen werden und bleiben anschließend automatisch in den Programmeinstellungen gespeichert.

»Screenshot B« (unten) Einfach und praktisch – der Bildbrowser von DPP mit unterschiedlichen Anzeigemodi.

Grüne Welle für kreative Freiheit
Auch wenn im Prinzip »alles easy« ist: Bevor die erste »Klappe« fällt, kann es nicht schaden, sich kurz mit den Einstellungen des Camcorders vertraut zu machen. Bedienungsanleitungs-Allergie? Auch kein Problem. Der »Grüne-Welle«-Easy-Modus regelt alle Einstellungen für Schärfe und Belichtung automatisch. Gut für alle, die gleich loslegen wollen oder nicht sicher sind, welche Einstellung für eine Szene die richtige ist. Für fortgeschrittene Filmer bieten die Aufnahmeprogramme Av und Tv mehr Möglichkeiten, um die Belichtung und Schärfe anzupassen. Mit den automatischen Motivprogrammen für Porträt, Sport, Nachtaufnahmen, Schnee, Strand, Sonnenuntergang, Bühnenaufnahmen und Feuerwerk ist man auf knifflige Motive bestens vorbereitet. Bei Gegenlicht-Aufnahmen bieten die aktuellen Canon Camcorder-Modelle eine komfortable Möglichkeit, die Belichtung durch Druck auf die BLC-Taste automatisch zu korrigieren.

Nach dem Dreh ist vor dem Schnitt
Wenn alle Szenen »im Kasten« sind, beginnt die spannende zweite Phase einer Filmproduktion: das Editieren des Filmmaterials bzw. der »Schnitt«.

1. Material sichten: Die erste Sichtung des Materials erfolgt zum Teil schon während des Drehs. Definitiv misslungene Szenen löschen.

2. Daten übertragen: Die Übertragung der Bilddaten erfolgt je nach Camcorder über die DV-out- (Firewire/IEEE 1394) oder die USB-Schnittstelle. Bei Modellen mit SDHC-Speicherkarten können diese mithilfe eines Kartenlesegeräts direkt am PC ausgelesen werden.

3. Schnitt: Das Kürzen (»Schneiden«) bringt Ordnung in das Rohmaterial.
Das Kombinieren der Szenen und die Ergänzung z. B. mit Musik schafft die Dramaturgie. Für das Editieren von Digitalvideos steht eine große Auswahl von Software zur Verfügung.

4. Brennen: Die DVD ist immer noch eine einfache und komfortable Möglichkeit, seinen Film auf verschiedenen Abspielgeräten zu präsentieren – egal ob DVD-Player, PC oder Spielekonsole.

... und dann: Premiere
Warum nicht die Filmpremiere zum Party-Event für Familie und Freunde machen? Wenn das Filmteam und die Darsteller auftauchen, ist großes Kino gefragt. Optimal ist ein HD-Videoprojektor, zum Beispiel aus der Canon XEED-Reihe.

FREEFILMING TIPPS

Wie beim Fotografieren entstehen gute Bilder beim Filmen durch den richtigen Mix aus Beleuchtung, Perspektive und Bildausschnitt.

Wichtig ist auch der Kamerastandpunkt: Aufnahmen aus Augenhöhe wirken beim Betrachten »von oben herab«. Also Display ausschwenken und aus Brust- oder Bauchhöhe drehen. Bei Aufnahmen mit Kindern in die Knie gehen.

Beim Zoomen verändert man die Brennweite – nicht die Perspektive! Bessere Bilder entstehen oft, indem man die Kameraposition geringfügig ändert. Zoomfahrten nur dosiert verwenden.

Für Kameraschwenks gilt das Gleiche wie für Zoom-Fahrten: nur in geringer Dosis verwenden. Und: langsam schwenken! Der Blick des Zuschauers muss dem Geschehen folgen können.

Zappelbilder nerven – spätestens auf einem großen Bildschirm. Grundsätzlich gilt: die Kamera ruhig halten. Der Bildstabilisator sollte bei Freihand-Aufnahmen eingeschaltet bleiben.




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